Das alles überragende Problem bei der Remote-Jobsuche: Homeoffice-Anteile sind falsch ausgewiesen
Wer in der Schweiz gezielt einen Homeoffice- oder Remote-Job sucht, kennt das Problem: Ein Stelleninserat klingt nach Homeoffice – bis man genauer hinschaut. Dann stellt sich heraus, dass nur zwei oder drei Tage pro Woche im Homeoffice möglich sind. Oder der Job ist gar nicht für den Schweizer Arbeitsmarkt gedacht. Oder die Stelle wurde als «Remote» bezeichnet, obwohl ein Wohnsitz in einem bestimmten Land vorausgesetzt wird.
Das ist kein kleines Detail. Es ist eines der grössten Probleme der gesamten Homeoffice-Jobsuche.
Denn wer nach einem Schweizer Homeoffice-Job sucht, möchte in der Regel nicht erst dutzende Stelleninserate öffnen müssen, um herauszufinden, ob «Homeoffice» tatsächlich bedeutet, dass die Arbeit überwiegend oder vollständig von zu Hause aus möglich ist.
«Homeoffice» bedeutet in Stelleninseraten längst nicht immer dasselbe
Auf grossen Stellenplattformen wie jobs.ch, Indeed oder LinkedIn findet man mittlerweile unzählige Stellen, die mit Begriffen wie «Homeoffice», «Remote», «Hybrid» oder «flexibles Arbeiten» beworben werden.
Das klingt zunächst nach einer guten Entwicklung. Für Jobsuchende entsteht dadurch aber ein neues Problem: Die Begriffe sind nicht zuverlässig genug, um daraus auf den tatsächlichen Homeoffice-Anteil zu schliessen.
Ein Inserat kann beispielsweise «Homeoffice möglich» angeben, obwohl in der Praxis nur ein oder zwei Tage pro Woche von zu Hause gearbeitet werden darf.
Ein anderes Inserat wird als «Remote» gefunden, obwohl die Mitarbeitenden regelmässig am Schweizer Firmenstandort erscheinen müssen.
Und wieder ein anderes Stellenangebot ist tatsächlich vollständig remote – allerdings nur für Personen mit Wohnsitz in Deutschland, Grossbritannien oder einem anderen Land.
Für jemanden, der gezielt einen Homeoffice-Job in der Schweiz sucht, sind solche Angebote nicht nur unpraktisch. Sie verfälschen die gesamte Jobsuche.
Das Problem beginnt bereits bei der Kennzeichnung der Stellen
Warum passiert das?
Ein Teil des Problems liegt bei den Unternehmen selbst. Stelleninserate werden unterschiedlich formuliert und Homeoffice-Anteile unterschiedlich angegeben. Manche Arbeitgeber schreiben «Homeoffice möglich», andere «hybrid», wieder andere «remote» – ohne den tatsächlichen Umfang eindeutig zu nennen.
Aber auch die grossen Jobplattformen stehen vor einem Problem: Die Plattformen können die Angaben aus den Stelleninseraten nicht bei jedem einzelnen Job inhaltlich überprüfen.
Damit wird aus einer ungenauen Angabe schnell ein ungenaues Suchergebnis.
Wer beispielsweise nach «100 % Homeoffice» sucht, erwartet verständlicherweise einen Job, bei dem praktisch vollständig von zu Hause gearbeitet werden kann. Wird jedoch ein Stellenangebot angezeigt, bei dem lediglich gelegentliches Homeoffice vorgesehen ist, verliert die Filterfunktion ihren eigentlichen Wert.
Für Remote-Jobsuchende ist das besonders frustrierend
Die Konsequenz ist eine regelrechte Homeoffice-Suchschleife:
- Man sucht nach Homeoffice oder Remote.
- Man filtert die Ergebnisse.
- Man öffnet zahlreiche Stelleninserate.
- Man stellt fest, dass «Homeoffice» nur teilweise möglich ist.
- Man entdeckt Jobs, die gar nicht für den Schweizer Arbeitsmarkt gedacht sind.
- Man beginnt auf der nächsten Plattform von vorne.
Gerade Jobsuchende, die bewusst einen hohen Homeoffice-Anteil oder einen vollständig ortsunabhängigen Job suchen, verlieren dadurch enorm viel Zeit.
Das eigentliche Problem ist also nicht, dass es zu wenige Remote-Jobs gibt.
Das Problem ist, dass Jobs mit sehr unterschiedlichen Arbeitsmodellen unter denselben Begriffen zusammengefasst werden.
Auch spezialisierte Remote-Jobbörsen lösen das Problem nicht automatisch
Man könnte nun denken: Dann sucht man eben auf einer Plattform, die sich ausschliesslich auf Remote-Jobs spezialisiert.
Doch auch hier lohnt sich ein genauer Blick. Remoteworkjobs.ch und Remotli liefern zum Beispiel sehr enttäuschende Resultat. Viele Jobs sind gar nicht aus der Schweiz, sondern internationale Jobs. Theoretisch können diese auch von Schweizern gemacht werden. Wer möchte aber zu ausländischen Löhnen und Sozialleistungen arbeiten? Oft wird dann doch ein ausländischer Wohnsitz bevorzugt, da es bei einem internationalen Job zum Beispiel aus den USA eben doch rechtliche Probleme geben kann, wenn der Angestellte keinen Wohnsitz dort hat.
Auf internationalen Remote-Jobplattformen finden sich zwar viele Stellen mit den Schlagworten «Remote», «Work from Home» oder «Homeoffice». Für Schweizer Jobsuchende sind diese Angebote jedoch häufig nur bedingt interessant.
Der Grund ist einfach: Remote bedeutet nicht automatisch «von der Schweiz aus möglich».
Ein Unternehmen kann einen Job als vollständig remote ausschreiben und gleichzeitig verlangen, dass die Person in den USA, Deutschland, Grossbritannien oder einem anderen bestimmten Land lebt.
Damit sind Fragen wie diese verbunden:
- In welchem Land wird die Stelle angestellt?
- Welches Arbeitsrecht gilt?
- Wie werden Sozialversicherungen abgewickelt?
- Ist eine Anstellung in der Schweiz überhaupt möglich?
- Wer bezahlt AHV und andere Sozialabgaben?
- Welche Kranken- und Vorsorgeleistungen gelten?
- Entspricht das Gehaltsniveau dem Schweizer Arbeitsmarkt?
Für einen Schweizer Jobsuchenden ist ein internationaler «Remote-Job» deshalb nicht automatisch ein brauchbarer Schweizer Homeoffice-Job.
Das Schweizer Problem wird durch internationale Job-Aggregatoren noch grösser
Besonders problematisch wird es bei Plattformen, die grosse Mengen an Stellenangeboten automatisiert von anderen Jobbörsen oder Quellen übernehmen und daraus eigene Remote-Job-Datenbanken erstellen.
Die Menge der Stellen kann dadurch beeindruckend aussehen.
Aber: Mehr Stellen bedeuten nicht automatisch mehr relevante Stellen.
Wenn ein automatisierter Dienst einen internationalen Job als «Remote» erkennt, bedeutet das zunächst nur, dass die Quelle den Job entsprechend bezeichnet hat. Ob ein Schweizer Arbeitnehmer diesen Job tatsächlich aus der Schweiz ausüben kann, ist damit noch nicht beantwortet.
Genau hier entsteht eine der grössten Fehlannahmen bei der modernen Remote-Jobsuche:
Ein «Remote»-Tag sagt nichts darüber aus, von wo aus die Arbeit tatsächlich ausgeübt werden darf.
Und selbst «Schweizer Homeoffice-Jobs» können zu wenig Homeoffice enthalten
Es gibt aber noch eine zweite Fehlerquelle.
Selbst wenn ein Stellenangebot tatsächlich aus der Schweiz stammt und grundsätzlich Homeoffice erlaubt, kann der tatsächliche Homeoffice-Anteil deutlich geringer sein als erwartet.
Aus «Homeoffice möglich» kann beispielsweise werden:
- ein Tag Homeoffice pro Woche,
- zwei Tage Homeoffice pro Woche,
- maximal drei Tage Homeoffice,
- Homeoffice nur nach Absprache,
- Homeoffice erst nach der Einarbeitungsphase,
- oder ein primär vor Ort ausgeübter Job mit einzelnen Homeoffice-Möglichkeiten.
Für viele Jobsuchende ist das ein entscheidender Unterschied.
Wer einen Job sucht, bei dem beispielsweise 80 bis 100 % im Homeoffice gearbeitet werden kann, hat von einem Inserat mit lediglich zwei Homeoffice-Tagen pro Woche wenig.
Warum eine menschliche Prüfung einen Unterschied macht
Genau hier setzt der Ansatz von HomeofficeClub.ch an.
Statt Stellenangebote einfach anhand von Schlagworten automatisch als Homeoffice-Jobs zu klassifizieren, werden die einzelnen Stellenangebote beim HomeofficeClub menschlich geprüft.
Entscheidend ist nicht nur, ob irgendwo im Inserat das Wort «Homeoffice» auftaucht.
Entscheidend ist vielmehr:
- Ist die Stelle tatsächlich für Homeoffice geeignet?
- Wie hoch ist der tatsächliche Homeoffice-Anteil?
- Handelt es sich um eine Schweizer Stelle?
- Kann die Tätigkeit tatsächlich aus der Schweiz ausgeübt werden?
- Ist das Angebot für Schweizer Jobsuchende relevant?
- Entspricht die Stelle wirklich dem, was ein Jobsuchender unter einem Homeoffice-Job versteht?
Diese zusätzliche Prüfung ist aufwendiger als das automatische Einsammeln und Filtern von Stellenanzeigen. Sie hat aber einen entscheidenden Vorteil: Der Jobsuchende muss nicht jede scheinbare Remote-Stelle selbst auf ihre tatsächliche Eignung überprüfen.
Seit 2016 auf Schweizer Homeoffice-Jobs spezialisiert
Der HomeofficeClub verfolgt diesen Ansatz bereits seit 2016 und konzentriert sich auf den Schweizer Homeoffice-Arbeitsmarkt.
Damit unterscheidet sich das Konzept grundlegend von einer möglichst grossen internationalen Datenbank, bei der die Anzahl der verfügbaren Remote-Stellen im Vordergrund steht.
Das Ziel ist nicht, den Jobsuchenden möglichst viele Treffer zu präsentieren.
Das Ziel ist, möglichst viele relevante Treffer zu präsentieren.
Nach unserem Kenntnisstand ist HomeofficeClub.ch damit die einzige Schweizer Plattform, die Homeoffice-Stellen konsequent einzeln und menschlich auf ihre tatsächliche Eignung für Schweizer Jobsuchende prüft.
Warum weniger Stellen manchmal besser sind
Das klingt zunächst paradox.
Eine Plattform mit 10’000 angeblichen Remote-Jobs wirkt auf den ersten Blick attraktiver als eine Plattform mit einigen hundert sorgfältig ausgewählten Schweizer Homeoffice-Stellen.
Für die tatsächliche Jobsuche kann es jedoch genau umgekehrt sein.
Wenn von 10’000 Treffern ein grosser Teil aus internationalen Stellen besteht, nur teilweise Homeoffice ermöglicht oder gar nicht aus der Schweiz ausgeübt werden kann, muss der Jobsuchende selbst die Spreu vom Weizen trennen.
Eine kleinere Auswahl kann deshalb einen wesentlich höheren Nutzwert haben, wenn die Stellen bereits auf die entscheidenden Kriterien geprüft wurden.
Bei der Homeoffice-Jobsuche zählt nicht die Anzahl der Remote-Stellen. Es zählt die Anzahl der tatsächlich passenden Remote-Stellen.
Was Schweizer Jobsuchende bei «Remote» immer prüfen sollten
Wer auf einer grossen Jobplattform oder einer internationalen Remote-Jobbörse einen vermeintlichen Homeoffice-Job entdeckt, sollte deshalb nicht nur auf das Label «Remote» achten.
Vor einer Bewerbung sollten insbesondere diese Punkte geklärt werden:
- Homeoffice-Anteil: Wie viele Tage pro Woche darf tatsächlich von zu Hause gearbeitet werden?
- Arbeitsort: Darf die Arbeit dauerhaft aus der Schweiz ausgeübt werden?
- Wohnsitz: Gibt es eine Länder- oder Wohnsitzbeschränkung?
- Anstellung: Ist eine Anstellung in der Schweiz vorgesehen?
- Sozialleistungen: Welche Sozialversicherungen und Leistungen gelten?
- Arbeitsrecht: Welches Land ist für das Arbeitsverhältnis relevant?
- Präsenzpflicht: Wie häufig muss tatsächlich am Firmenstandort gearbeitet werden?
Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, lässt sich beurteilen, ob ein «Remote-Job» tatsächlich ein geeigneter Schweizer Homeoffice-Job ist.
Das eigentliche Problem der Homeoffice-Jobsuche
Die Digitalisierung hat die Jobsuche eigentlich einfacher machen sollen. Millionen Stellen lassen sich heute innerhalb weniger Sekunden durchsuchen.
Bei Homeoffice-Jobs ist die grosse Auswahl jedoch teilweise zum Problem geworden.
Denn Suchfilter funktionieren nur dann zuverlässig, wenn die zugrunde liegenden Daten zuverlässig sind.
Und genau daran hapert es beim Homeoffice-Anteil und beim Begriff «Remote» immer wieder.
Ein automatisch gesetztes «Remote»-Label kann nicht zuverlässig beantworten, ob eine Person in der Schweiz tatsächlich dauerhaft von zu Hause arbeiten kann. Ebenso sagt «Homeoffice möglich» wenig darüber aus, ob zwei, drei oder fünf Tage pro Woche gemeint sind.
Für Schweizer Jobsuchende braucht es deshalb mehr als einen Suchfilter.
Es braucht eine qualitative Prüfung der einzelnen Stelle.
HomeofficeClub: Schweizer Homeoffice-Jobs statt internationale Remote-Datenbank
Wer gezielt einen Homeoffice-Job in der Schweiz sucht, sollte deshalb darauf achten, woher die Stellenangebote stammen und wie sie ausgewählt werden.
Der HomeofficeClub konzentriert sich seit 2016 auf genau diese Lücke: seriöse, relevante und für Schweizer Jobsuchende geeignete Homeoffice-Stellen.
Statt möglichst viele internationale Remote-Angebote automatisch zusammenzutragen, steht die einzelne Stelle im Mittelpunkt.
Denn ein Remote-Job ist für eine Schweizer Arbeitnehmerin oder einen Schweizer Arbeitnehmer nur dann wirklich interessant, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Schweizer Homeoffice-Jobs brauchen deshalb nicht nur ein «Remote»-Label. Sie brauchen eine verlässliche Prüfung.
Genau das ist der Anspruch von HomeofficeClub.ch.
Fazit: Das Problem ist nicht die Suche – sondern die falsche Kennzeichnung
Wer heute einen Homeoffice-Job sucht, hat eigentlich ein Luxusproblem: Es gibt mehr Stellenangebote und Suchmöglichkeiten als je zuvor.
Gleichzeitig wird die Suche dadurch immer unübersichtlicher.
«Remote», «Homeoffice» und «Hybrid» werden unterschiedlich verwendet. Internationale Stellen werden mit Schweizer Suchergebnissen vermischt. Und selbst Schweizer Stellen mit Homeoffice können einen wesentlich geringeren Homeoffice-Anteil bieten, als das Suchergebnis zunächst vermuten lässt.
Das grösste Problem der Homeoffice-Jobsuche ist deshalb nicht, einen Remote-Job zu finden. Es ist herauszufinden, ob ein als «Remote» oder «Homeoffice» bezeichneter Job tatsächlich das bietet, was man sucht.
Wer sich diese Prüfung sparen möchte, findet beim HomeofficeClub seit 2016 eine auf den Schweizer Markt ausgerichtete Alternative: einzeln geprüfte Homeoffice-Stellen statt möglichst vieler automatisch gesammelter Remote-Angebote.
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