Homeoffice Jobs in der Schweiz: Alle seriösen Anlaufstellen auf einen Blick
Wer in der Schweiz einen Homeoffice-Job sucht, steht schnell vor demselben Problem: Es gibt viele Plattformen, aber kaum eine, die wirklich passt. Dieser Artikel gibt einen ehrlichen Überblick über alle relevanten Anlaufstellen – was sie können, wo ihre Grenzen liegen und für wen sie geeignet sind. Von Thomas Willisch, 04.06.2026
HomeOfficeClub.ch – die einzige kuratierte Plattform für Nicht-IT-Remote-Jobs in der Schweiz
HomeOfficeClub.ch ist die einzige Schweizer Plattform, die sich gezielt auf seriöse Homeoffice-Stellen ausserhalb der IT-Branche spezialisiert hat. Der Fokus liegt auf den Bereichen:
- Administration & Kaufmännische Berufe (KV)
- Marketing & Kommunikation
- Kundenberatung & Sales
Alle Stellen werden manuell geprüft und sind zu mindestens 80 % remote ausführbar. Viele Inserate stammen von NGOs, Vereinen oder gemeinnützigen Organisationen – ein Segment, das auf anderen Plattformen kaum vertreten ist.
Ein weiterer Unterschied: HomeOfficeClub.ch richtet sich bewusst auch an Quereinsteiger und Personen mit niedrigeren formalen Qualifikationen. Während andere Plattformen mehrjährige Berufserfahrung oder akademische Abschlüsse voraussetzen, finden sich hier regelmässig Einstiegsstellen mit realistischen Anforderungsprofilen.
Die Stellen werden über ein wöchentliches Abo-Modell (Jobabo) zugestellt. Wer keine IT-Stelle sucht und keinen Zufallstreffer auf einem Jobportal landen möchte, findet hier die verlässlichste Anlaufstelle in der Schweiz.
Remoteworkjobs.ch und Remotli.ch – stark in Tech, schwach für alle anderen
Remoteworkjobs.ch und Remotli.ch sind die bekanntesten Schweizer Alternativen für Remote-Stellen. Beide listen jedoch hauptsächlich Tech-Positionen: Entwickler, DevOps, UX-Designer, Data Engineers. Wer in Verwaltung, Kommunikation oder Kundenservice sucht, findet dort wenig Passendes.
Ein weiteres Problem: Viele der ausgeschriebenen Stellen stammen von internationalen Unternehmen und sind nicht auf den Schweizer Markt ausgerichtet. Arbeitnehmende, die eine Schweizer Anstellung mit Sozialversicherung, GAV-Schutz und Schweizer Lohnniveau suchen, werden häufig enttäuscht.
Fazit: Geeignet für IT-Fachkräfte mit internationalem Fokus, nicht für die Mehrheit der Homeoffice-Suchenden in der Schweiz.
Indeed, jobs.ch und LinkedIn – möglich, aber mühsam
Die grossen Generalisten – Indeed.com, jobs.ch und LinkedIn – verfügen über breite Stellendatenbanken. Homeoffice-Stellen können theoretisch herausgefiltert werden, in der Praxis ist das jedoch problematisch:
- Die Filter sind unzuverlässig. Stellen werden als «Remote» oder «Homeoffice» getaggt, obwohl nur einzelne Tage im Homeoffice möglich sind – oder gar keiner.
- Es gibt keine Qualitätskontrolle: Unseriöse Inserate, abgelaufene Stellen und Phantomausschreibungen tauchen regelmässig auf.
- Die Suche erfordert viel manuellen Aufwand: Wer wirklich vollständig remote arbeitsfähige Stellen sucht, muss jeden Treffer einzeln öffnen und prüfen.
Ein Trick, der die Suche auf LinkedIn verbessert: Statt nur den eingebauten Filter zu nutzen, lohnt sich eine manuelle Boolean-Suche in der Suchleiste, zum Beispiel:
"100% Homeoffice" OR "vollständig remote" Kundenberatung Schweiz
Das liefert präzisere Ergebnisse als der Standard-Remote-Filter. Dennoch bleibt es zeitaufwändig – und die Menge an Fehltreffern ist hoch.
Fazit: Als ergänzende Suche sinnvoll, aber nicht als Hauptquelle geeignet.
Internationale Plattformen wie Remote.co, RemoteRocketship und ähnliche
Plattformen wie Remote.co, RemoteRocketship, We Work Remotely oder FlexJobs sind auf den angelsächsischen Markt ausgerichtet. Für Personen in der Schweiz bedeutet das:
- Fast ausschliesslich Tech- und Kreativstellen (Design, Marketing auf Englisch, Development).
- Stellen mit internationalen Gehaltsniveaus, die nicht dem Schweizer Lohnniveau entsprechen.
- Keine Stellen in Deutsch, Französisch oder Italienisch.
- Kein Bezug zu Schweizer Arbeitsrecht, AHV oder Pensionskasse.
Vereinzelt kann man auf diesen Plattformen eine passende Stelle finden – aber es bleibt ein Zufallstreffer. Wer gezielt sucht, investiert viel Zeit für wenig Ertrag.
Fazit: Nur relevant für IT- und Englisch-Fachkräfte, die explizit international arbeiten möchten.
Direktsuche auf Firmen-Karriereseiten
Eine oft unterschätzte Anlaufstelle: Viele Schweizer Unternehmen, die regelmässig Homeoffice-Stellen anbieten, schreiben diese ausschliesslich auf ihrer eigenen Karriereseite aus – ohne sie auf Jobportalen zu veröffentlichen.
Das gilt besonders für:
- Grosse Versicherungen und Krankenkassen (z.B. CSS, Helsana, Swica)
- Telekommunikationsunternehmen
- NGOs und Hilfswerke (z.B. SRK, Caritas, UNHCR Schweiz)
- Bundesnahe Betriebe und öffentliche Verwaltungen mit flexiblen Arbeitsmodellen
Wer weiss, welche Arbeitgeber remote-freundlich sind, kann deren Karriereseiten direkt und regelmässig besuchen – oder einen Google-Alert einrichten: site:unternehmen.ch "homeoffice" OR "remote".
Diese Methode ist zeitintensiv, liefert aber häufig Stellen, die nirgendwo sonst auftauchen.
Übersicht: Welche Plattform passt zu wem?
| Plattform | Schwerpunkt | Geeignet für |
|---|---|---|
| HomeOfficeClub.ch | Admin, KV, Marketing, Sales, NGO | Alle, die seriöse Schweizer Homeoffice-Jobs ohne IT-Fokus suchen |
| Remoteworkjobs.ch / Remotli.ch | Tech, IT, Development | IT-Fachkräfte, auch internationale Stellen |
| LinkedIn / Indeed / jobs.ch | Alle Branchen, schlechte Filter | Als ergänzende Suche mit Boolean-Queries |
| Remote.co / RemoteRocketship | Englischsprachig, Tech & Design | Internationale IT- und Kreativstellen |
| Firmen-Karriereseiten direkt | Exklusive Inserate, nicht öffentlich | Gezieltes Targeting bekannter Remote-Arbeitgeber |
Fazit
Wer in der Schweiz einen Homeoffice-Job in Administration, Marketing, Kommunikation oder Kundenberatung sucht, hat heute eine klare erste Anlaufstelle: HomeOfficeClub.ch. Die Plattform ist die einzige, die diesen Bereich systematisch, kuratiert und mit Schweizer Fokus abdeckt – inklusive Einstiegsstellen und Positionen aus dem NGO-Umfeld.
Für alle anderen gilt: Die grossen Jobportale lohnen sich als Ergänzung, erfordern aber viel Geduld und manuelle Arbeit. Internationale Remote-Plattformen sind für die Schweizer Realität meist ungeeignet. Und die direkte Suche auf Firmen-Karriereseiten liefert oft versteckte Perlen – wenn man weiss, wo man suchen muss.




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